SP Aargau: Antisemitismusbericht zeigt alarmierende Entwicklung

Der heute veröffentlichte Antisemitismusbericht zeichnet ein erschreckendes Bild: Die antisemitischen Vorfälle in der Schweiz haben massiv zugenommen, insbesondere in Folge der Eskalation im Nahen Osten. Dies hält die SP Aargau in einer Mitteilung fest. Auch der Kanton Aargau bleibe von dieser besorgniserregenden Entwicklung nicht verschont. Die SP Aargau verurteilt jede Form von Antisemitismus aufs Schärfste und unterstreicht die Notwendigkeit, mit Entschlossenheit gegen Hass und Hetze vorzugehen.

Antisemitismusmeldestelle: ein entscheidender Schritt

Ein entscheidender Schritt zur Bekämpfung von Antisemitismus sei die kürzlich in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund (SIG) eingerichtete Antisemitismusmeldestelle im Kanton Aargau, schreibt die SP weiter. Diese ermögliche es Betroffenen, Vorfälle zu dokumentieren und Unterstützung zu erhalten. Die SP Aargau begrüsst diese Massnahme ausdrücklich und fordert, dass der Kanton weiterhin konsequent gegen Judenfeindlichkeit vorgeht.

«Als Initiant dieser Meldestelle war es mir ein grosses Anliegen, dass Betroffene einen niederschwelligen Zugang zur Meldung von antisemitischen Vorfällen erhalten. Nur wenn wir solche Vorfälle sichtbar machen, können wir auch wirksam dagegen vorgehen. Der Kanton Aargau muss hier eine Vorreiterrolle übernehmen und konsequent handeln», wird Stefan Dietrich, Co-Präsident der SP Aargau, in der Mitteilung zitiert.

Aargau Heimat jüdischer Gemeinden

«Der Kanton Aargau trägt eine besondere Verantwortung, denn er ist die historische Wiege des Schweizer Judentums. Seit Jahrhunderten ist der Kanton Aargau Heimat jüdischer Gemeinden, die wesentlich zur kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklung beigetragen haben. Diese Geschichte verpflichtet uns, entschieden gegen jede Form von Antisemitismus einzutreten und jüdisches Leben in unserem Kanton zu schützen. Jüdische Menschen haben – wie alle anderen auch – das Recht, in Sicherheit, Frieden und Freiheit in der Schweiz zu leben, ohne Angst vor Anfeindungen, Diskriminierung oder Gewalt», ergänzt Dietrich.

Neben der Meldestelle brauche es präventive Massnahmen, etwa verstärkte Bildungsangebote an Schulen, gezielte Sensibilisierungskampagnen sowie ein konsequentes Vorgehen gegen Hassrede im Internet, schreibt die SP weiter, und: "Die SP Aargau wird sich auch weiterhin mit aller Kraft für eine offene und solidarische Gesellschaft einsetzen, in der Antisemitismus keinen Platz hat."