Jetzt ist es definitiv: SNB-Geldsegen von 162 Millionen Franken für den Kanton Aargau

Die Nationalbank SNB weist für das Jahr 2024 einen Gewinn von 80,7 Mrd. Franken aus (Vorjahr: Verlust von 3,2 Mrd. Franken). Dies teilt sie mit. Der Gewinn auf den Fremdwährungspositionen betrug 67,3 Mrd. Franken. Auf dem Goldbestand resultierte ein Bewertungsgewinn von 21,2 Mrd. Franken. Der Verlust auf den Frankenpositionen betrug 7,4 Mrd. Franken. Der Betriebsaufwand belief sich auf 0,4 Mrd. Franken.
Die Nationalbank legte die Zuweisung an die Rückstellungen für Währungsreserven für das abgelaufene Geschäftsjahr auf 11,6 Mrd. Franken fest. Nach Berücksichtigung der negativen Ausschüttungsreserve von 53,2 Mrd. Franken resultiert ein Bilanzgewinn von 15,9 Mrd. Franken.
Gewinnausschüttung von 3 Mia. für Bund und Kantone
Dies ermöglicht eine Dividendenzahlung von 15 Franken pro Aktie, was dem im Gesetz festgelegten maximalen Betrag entspricht, sowie eine Gewinnausschüttung an Bund und Kantone von insgesamt 3 Mrd. Franken. Die Gewinnausschüttung erfolgt gemäss der Vereinbarung zwischen dem Eidgenössischen Finanzdepartement und der SNB vom 29. Januar 2021.
Aargau ist in der Verwendung des Geldes frei
Der auszuschüttende Betrag von insgesamt 3 Mrd. Franken geht zu einem Drittel an den Bund und zu zwei Dritteln an die Kantone. Von den 2 Mia. für die Kantone gehen laut dem geltenden Verteilschlüssel 162 Millionen Franken an den Kanton Aargau - ohne Auflage, was er mit diesem Geld zu tun hat. Für die bürgerlichen Parteien ist inzwischen auch klar, was jetzt ansteht: eine finanzielle Entlastung der Steuerzahlerinnen und - zahler. Nach diesen Auszahlungen wird die SNB-Ausschüttungsreserve übrigens noch 12,9 Mrd. Franken betragen.
Gewinn auf den Fremdwährungspositionen
Der Gewinn auf den Fremdwährungspositionen belief sich insgesamt auf 67,3 Mrd. Franken (Vorjahr: Gewinn von 4,0 Mrd. Franken). Die Zins- und Dividendenerträge betrugen 11,4 Mrd. Franken bzw. 3,1 Mrd. Franken, denen Zinsaufwände von 1,0 Mrd. Franken entgegenstanden. Während auf Zinspapieren und -instrumenten Kursverluste von 0,2 Mrd. Franken resultierten, betrugen die Kursgewinne auf Beteiligungspapieren und -instrumenten 29,3 Mrd. Franken. Die wechselkursbedingten Gewinne beliefen sich auf insgesamt 24,7 Mrd. Franken.

Bewertungsgewinn auf dem Goldbestand
Der Goldpreis notierte Ende 2024 mit 76 011 Franken pro Kilogramm um 36,7% höher als Ende 2023 (55 593 Franken). Auf dem unveränderten Goldbestand von 1040 Tonnen ergab dies einen Bewertungsgewinn von 21,2 Mrd. Franken (Vorjahr: Gewinn von 1,7 Mrd. Franken).
Verlust auf den Frankenpositionen
Der Verlust auf den Frankenpositionen betrug insgesamt 7,4 Mrd. Franken (Vorjahr: Verlust von 8,5 Mrd. Franken). Er resultierte im Wesentlichen aus der Verzinsung der Sichtguthaben auf Girokonten von 5,9 Mrd. Franken. Zusätzliche Zinsaufwände in Höhe von 1,7 Mrd. Franken ergaben sich aus liquiditätsabschöpfenden Operationen.
Die SNB schöpft Liquidität laut Mitteilung mit Repogeschäften und mit eigenen Schuldverschreibungen ab. Die Zinserträge auf den gedeckten Darlehen beliefen sich auf 0,2 Mrd. Franken.
Rückstellungen für Währungsreserven
Die Nationalbank strebt eine robuste Bilanz mit hinreichendem Eigenkapital an, um auch mögliche hohe Verluste absorbieren zu können. Daher seien jährliche Zuweisungen an die Rückstellungen für Währungsreserven erforderlich, schreibt die SNB. Für die Festlegung der Zuweisung in einem Jahr wird das Doppelte des durchschnittlichen nominalen Wachstums des Bruttoinlandprodukts (BIP) der letzten fünf Jahre herangezogen.
Damit aber die Rückstellungen für Währungsreserven auch in Zeiten mit tiefen nominalen BIP-Zuwachsraten ausreichend alimentiert werden, gilt zurzeit eine jährliche Mindestzuweisung von 10% des Bestands am Ende des Vorjahres. Da das durchschnittliche nominale BIP Wachstum in den letzten fünf Jahren bei 3,0% lag, kommt für das Geschäftsjahr 2024 die Mindestzuweisung von 10% zur Anwendung, was einem Betrag von 11,6 Mrd. Franken entspricht (Vorjahr: 10,5 Mrd. Franken). Die Rückstellungen für Währungsreserven werden dadurch von 115,8 Mrd. Franken auf 127,3 Mrd. Fr. erhöht.